GZIP
Wie GZIP Textdateien vor der Übertragung verkleinert, was das an Ladezeit spart und wie es sich zu Brotli verhält.
GZIP ist ein Komprimierungsverfahren, das der Webserver auf Textdateien anwendet, bevor er sie ausliefert. HTML, CSS, JavaScript, JSON und SVG schrumpfen dabei typischerweise um 70 bis 80 Prozent, weil sich in Quelltext viele Zeichenfolgen wiederholen.
Wie GZIP abläuft
Der Browser meldet im Anfrage-Kopf, welche Verfahren er versteht (Accept-Encoding: gzip, br). Der Server wählt eines davon, komprimiert und schickt das Ergebnis mit dem passenden Vermerk zurück. Das Auspacken im Browser dauert wenige Millisekunden und fällt gegenüber der eingesparten Übertragungszeit nicht ins Gewicht.
GZIP oder Brotli?
Brotli ist der Nachfolger und packt Textdateien noch einmal etwa 15 bis 20 Prozent kleiner. Unterstützt wird es von allen aktuellen Browsern. GZIP bleibt als Rückfallebene, weil es wirklich überall funktioniert. Server bieten in der Regel beides an und nehmen, was der Browser meldet.
Was GZIP nicht komprimiert
Bilder, Videos, PDFs und Schriften im Format WOFF2 sind bereits komprimiert. Sie noch einmal durch GZIP zu schicken, kostet Rechenzeit und bringt nichts. Deshalb listet die Konfiguration in der .htaccess gezielt nur Textformate auf.
Bei FastPress sind Brotli und GZIP auf LiteSpeed ab Werk aktiv.
Warum der Webserver dabei den Unterschied macht, steht im Ratgeber LiteSpeed gegen Apache.