TTL (Time to Live)
Was die TTL eines DNS-Eintrags steuert, warum Änderungen verzögert wirken und wie du einen Umzug vorbereitest.
Die TTL legt fest, wie lange andere Server einen DNS-Eintrag zwischenspeichern dürfen, bevor sie ihn neu abfragen. Angegeben wird sie in Sekunden. Ein Wert von 3600 heißt: eine Stunde.
Warum DNS-Änderungen nicht sofort wirken
Änderst du einen Eintrag, wissen davon zunächst nur deine Nameserver. Jeder Server weltweit, der den alten Wert noch im Zwischenspeicher hat, benutzt ihn weiter, bis dessen TTL abgelaufen ist. Deshalb sehen manche Besucher die neue Seite sofort und andere Stunden später noch die alte. Die oft genannten 24 bis 48 Stunden Wartezeit sind kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis hoher TTL-Werte.
Vorgehen bei einem Umzug
- Ein bis zwei Tage vorher die TTL der betroffenen Einträge auf einen niedrigen Wert setzen, etwa 300 Sekunden.
- Warten, bis die alte, hohe TTL überall abgelaufen ist.
- Den Umzug machen. Änderungen greifen jetzt innerhalb von Minuten.
- Danach wieder auf einen normalen Wert hochsetzen.
Welche TTL im Alltag passt
Für stabile Einträge sind 3600 bis 86400 Sekunden üblich. Niedrige Werte bedeuten mehr Abfragen und minimal längere Verbindungsaufbauten, hohe Werte machen dich bei Änderungen unbeweglich.